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Der Umgang mit Farbe beim Einrichten
Viele Wissenschaftler, Philosophen und Künstler haben über das Thema
FARBE nachgedacht und geschrieben. Bei aller Erkenntnis bleibt jedoch
klar, dass auch die Psychologie, die Physiologie und natürlich die
persönliche Erlebnisfähigkeit eines jeden einzelnen bei der
Farbempfindung mitwirken.
Eine Farbe steht so gut wie nie für sich allein. Erst im Zusammenspiel
mit anderen Farben entfaltet sie ihre Wirkung. Farben ergänzen und
steigern sich gegenseitig zum gewünschten Ausdruck. Im Reich der Farben
gibt es unendlich viele Harmonien, aber leider genau so viele
Disharmonien. Da Farben direkt Stimmungen beeinflussen, können falsche
Farbkontraste üble Laune und Ärger erzeugen.
Das Leben mit Farbe will deswegen mit Bedacht geplant sein, dies um so
mehr, wenn es um die Gestaltung der vier Wände geht.
1.) starke Farbkontraste:
Wer starke Farbkontraste im Wohnbereich liebt z.B. ROT/GRÜN oder
BLAU/GELB, sollte die Komplementärfarben so einsetzen, dass die Farben
nicht miteinander konkurrieren. Eine der beiden Farben sollte im Raum
vorherrschen, während die andere Farbe die Akzente setzt (Lampen,
Bilder, Accessoires, Kissen).
2.) weiche Farbkontraste:
Wer weiche Farbkontraste im Wohnbereich bevorzugt, sollte Farben, die
im Farbspektrum nebeneinander angeordnet sind, wählen. Dazu gehört z.B.
die Wahl: GELB/ORANGE/ROT oder BLAU /GRÜN/VIOLETT. Dabei gilt die
Regel: Je heller der Farbton, desto größer die Fläche.
3.) Ton-in-Ton Farbkontraste:
Wer die sanften Farbkompositionen liebt, sollte den gewählten Grundton
jeweils nur in helleren oder dunkleren Stufen tönen. Die Ton-in-Ton
Farbgebung ist immer sehr harmonisch, sie wirkt beruhigend, fast
verhaltend. Bei der Wahl der Farben lassen sich sehr fein nuancierte
Harmonien verwirklichen (Ein gesundes menschliches Auge kann übrigens
bis zu 10 Millionen Farbtöne unterscheiden).
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